1918-1923: Ende des Kaiserreiches - Aufbruch nach Weimar

01.10.2018 bis 31.12.2018

Die Novemberrevolution vor 100 Jahren wird bis heute höchst unterschiedlich bewertet. Handelte es sich von Beginn an um "Verrat" (Sebastian Haffner) oder gab es die Möglichkeit, einen demokratischen Staat zu etablieren? Mit einer Ausstellung aus dem historischen Bestand wird der Blick auf die revolutionären Ereignisse und die krisengeschüttelte Anfangsphase der Weimarer Republik in Magdeburg und darüber hinaus gelenkt.

Die Zeugnisse stammen zum Teil aus einer Sammlung, die damals eigens zum Thema "Revolution" angelegt wurde. Präsentiert werden Zeitungen, Streitschriften, Bildbände sowie Monografien und Abhandlungen zu wirtschaftlichen und politischen Fragen. Darunter die Schrift "Der Zusammenbruch" vom Sozialdemokraten Philipp Scheidemann. Insbesondere die Magdeburger Tagespresse liefert einen lebendigen Eindruck der umwälzenden Entwicklungen. Diese werden in ausgewählten Artikeln und Anzeigen aus der Volkstimme und dem Magdeburger Generalanzeiger aus den Jahren 1918/19 augenscheinlich. Hinzu kommen Kriegsromane, wie beispielsweise von Anna Seghers und Arnold Zweig, und avantgardistische Kunst- und Musikrichtungen, die typisch für die "wilden 20er Jahre" wurden. Beispielsweise ist der polarisierende Bildband "Deutschland, Deutschland über alles" von Kurt Tucholsky ausgestellt. Zur Überlieferung zählen schließlich Erinnerungsschriften, die anlässlich von Jahrestagen entstanden, etwa in der DDR. Abgerundet wird die Austellung durch Beletristik und Sachbücher zum Ersten Weltkrieg, zum Versailler Friedensvertrag und dem Ruhrkampf.

 

 

 

 

 

Veranstalter / Veranstaltungsort

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